Politischer Besuch bei der Mobbingberatung Berlin-Brandenburg

Die Mobbingberatung Berlin-Brandenburg hatte politischen Besuch!

Frau Petra Merkel MdB/SPD und Frau Ülker Radziwill MdA/SPD besuchten uns Ende August 2013 in Begleitung zweier wissenschaflticher MitarbeiterInnen ihres Büro’s zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch über die gesellschafts-politische Dimension von Mobbing/Bossing und Diskriminierungen in Schulen, im Ausbildungsbereich und in den Unternehmen.

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Foto: Mobbingberatung Berlin-Brandenburg
(v. links n. rechts: Ralf Müller-Amenitsch, Caterina Pinto, Monika
Hirsch-Sprätz (alle drei KollegInnen der Mobbingberatung BB),
Petra Merkel, MdB/SPD, Ülker Radziwill, MdA/SPD)

„Die Experten und Expertinnen der Mobbingberatung Berlin-Brandenburg leisten eine wichtige und gute Arbeit. Opfer dürfen nicht Opfer bleiben! Für die Betroffenen ist es wichtig, diese Anlaufstelle zu haben, wo sie gehört werden und wo ihnen geholfen werden kann. Ich finde es aber auch wichtig, dass insgesamt mehr für das Thema Mobbing sensibilisiert wird und präventiv gearbeitet werden kann. Nötig ist eine Verzahnung und Unterstützung der Mobbingberatungsstellen durch Ärzte und Krankenkassen, damit die Betroffenen eine effektive und notwendige medizinische und psychologische Versorgung, Betreuung und Nachsorge erhalten können. Was in diesem ganzen Bereich gesetzlich geregelt werden kann, muss unbedingt weiter diskutiert werden.“ (Zitat: Petra Merkel)

Neben VertreterInnen der SPD haben wir auch mit anderen Parteien gesprochen. Wir wollten wissen, ob und wie das Thema mehr auf die politische Ebene gehoben werden kann.

Vor der Wahl ist jedoch nicht nach der Wahl!

Das, was an unterschiedlichen Einstellungen zum Thema „Mobbing/Bossing/ Cybermobbing“ vorhanden ist, geht zum Teil in den Vorstellungen unterschiedlicher Politiker sehr auseinander. Die Tendenz ist da, keine eigene Mobbing-Gesetzgebung für Deutschland schaffen zu wollen, mit dem bekannten Argument, dass schon genügend Gesetzesgrundlagen vorhanden seien. Auf die Frage, wie Mobbing-/Bossing-Fälle gesetzlich mit rechtlicher Grundlage gehandhabt werden können, die in Grauzonen fallen die vom AGG nicht gedeckt sind, erhielten wir keine Antwort.

Ein Grund für uns, genau hier am Thema zu bleiben, unsere Arbeit auszubauen und weiterzuentwickeln! Hier braucht es zusätzlich die von Petra Merkel angesprochenen Unterstützungen von Ärzten, Krankenkassen, Medizinischen Diensten, der Rentenversicherung, Kliniken, etc..

Wir von der Mobbingberatung Berlin-Brandenburg werden keine Ruhe geben, solange wir nicht auch für die Betroffenen in den Grauzonen einen Weg gefunden haben, die weiterhin Ihren diskriminierenden KollegInnen, AusbilderInnen und Vorgesetzten rechtlich ungeschützt ausgeliefert sind.

 
 

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